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Was kostet eine Website für einen Betrieb in Niederösterreich?

Ratgeber · Websites

Die häufigste Frage im Erstgespräch – und die einzige, auf die es keine ehrliche Ein-Zahl-Antwort gibt. Hier steht, wovon es tatsächlich abhängt, damit du Angebote vergleichen kannst.

Warum niemand seriös einen Fixpreis nennen kann

„Website“ ist keine Leistung, sondern eine Kategorie – ungefähr so präzise wie „Fahrzeug“. Ein Moped und ein Sattelschlepper sind beides Fahrzeuge, und wer nach dem Preis für ein Fahrzeug fragt, bekommt zu Recht eine Gegenfrage.

Wer dir ohne Gespräch eine Zahl nennt, kalkuliert entweder mit einem Standardpaket, in das dein Betrieb hineingepresst wird, oder rechnet damit, später nachzufordern. Beides erkennst du daran, dass im Angebot nicht steht, was nicht enthalten ist.

Die fünf Faktoren, die den Preis bestimmen

1. Umfang. Eine Seite mit fünf Unterseiten ist etwas anderes als eine mit dreißig, mehreren Sprachen und einem Veranstaltungskalender. Der Aufwand steckt weniger im Gestalten der einzelnen Seite als im Durchdenken der Struktur.

2. Inhalte. Der größte Preisunterschied zwischen zwei sonst identischen Projekten. Wenn Texte und Fotos vorhanden und brauchbar sind, entfällt ein erheblicher Teil der Arbeit. Wenn beides neu entstehen muss – Texte schreiben, Fotoshooting, Bildauswahl, Retusche –, ist das oft mehr Aufwand als die Programmierung selbst.

3. Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Shop mit Zahlungsanbindung, ein Buchungssystem, ein Kundenbereich, eine Anbindung an die Warenwirtschaft oder ein mehrsprachiger Auftritt sind eigene Projekte innerhalb des Projekts.

4. Gestaltungstiefe. Ein bestehendes Corporate Design sauber umzusetzen ist etwas anderes, als Marke, Farben und Bildsprache erst zu entwickeln. Wenn du noch kein Logo hast, ist das kein Problem – es ist nur ein zusätzlicher Schritt.

5. Migration und Altlasten. Eine bestehende Seite mit hundert Unterseiten will umgezogen und weitergeleitet werden, damit Google-Platzierungen erhalten bleiben. Bei einer Neugründung fällt das komplett weg.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

Es steht drin, was nicht enthalten ist. Ein seriöses Angebot grenzt ab – Texte, Fotos, Hosting, Rechtstexte, Wartung.

Es nennt die Anzahl der Seiten und Abstimmungsrunden. Sonst wird jede zusätzliche Runde zum Streitpunkt.

Es klärt, wem die Zugänge gehören. Domain, Hosting und WordPress-Zugang müssen auf deinen Namen laufen.

Es sagt, was danach passiert. Updates, Sicherheit und Backups sind laufende Aufgaben, keine einmaligen.

Es nennt einen Zeitplan mit deinen Aufgaben. Die meisten Verzögerungen entstehen dort, wo Inhalte fehlen.

Was du tun kannst, um Kosten zu senken

  • Klein anfangen. Lieber fünf gute Seiten als zwanzig halbfertige. Erweitern kann man immer.
  • Inhalte vorbereiten. Wenn Texte, Öffnungszeiten, Leistungen und Ansprechpartner gesammelt vorliegen, spart das echte Stunden.
  • Entscheider zusammenbringen. Wenn drei Personen unabhängig voneinander Feedback geben, entstehen Schleifen, die niemand braucht.
  • Fotos bündeln. Ein Fototag, an dem Produkte, Team und Räume gemeinsam entstehen, kostet weniger als drei einzelne Termine.
  • Ehrlich sein, was du selbst pflegen willst. Wer Inhalte selbst aktualisiert, spart laufend – braucht aber eine Einschulung.

Ähnliches Vorhaben?

Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir diese fünf Punkte für deinen Betrieb durch. Danach weißt du, in welcher Größenordnung du planen musst – und ich weiß, ob ich der Richtige dafür bin.