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Flaschenshooting vorbereiten: eine Checkliste für Weingüter

Ratgeber · Fotografie

Gute Flaschenfotos entstehen zur Hälfte, bevor die Kamera aufgebaut ist. Diese Checkliste spart dir Zeit, Geld und den ärgerlichsten aller Sätze: „Können wir das nochmal machen?“

1. Klär zuerst, wofür die Bilder gebraucht werden

Das klingt banal und ist der häufigste Grund für Nacharbeit. Ein Bild für den Onlineshop braucht reines Weiß und einen Freistellungspfad. Ein Bild für die Rückseite eines Folders braucht Platz für Text. Ein Bild für Instagram braucht ein anderes Seitenverhältnis als eines für die Website.

Wenn wir das vorher wissen, entstehen alle Varianten im selben Aufbau. Wenn nicht, wird nachfotografiert – und dann sieht die zweite Serie nie ganz aus wie die erste.

2. Schick die richtigen Flaschen

  • Volle Flaschen. Leere oder halbleere Flaschen sehen im Gegenlicht anders aus – die Farbe stimmt nicht.
  • Perfekte Etiketten. Kein Knick, keine Luftblase, kein schiefes Rückenetikett. Was auf der Flasche schief klebt, ist auf dem Foto schief.
  • Saubere Kapseln. Dellen und Kratzer an der Kapsel sind Retuschearbeit, die man sich sparen kann.
  • Ein Reserveexemplar je Wein. Falls beim Handling doch etwas passiert.
  • Ohne Fingerabdrücke. Am besten mit Handschuhen einpacken. Ich putze sie ohnehin, aber jeder Abdruck weniger ist Zeit, die in die Bilder geht.

3. Entscheide dich für die Bildtypen

Freigestellter Packshot. Der Standard für Shop, Preisliste und Handel. Braucht jeder Wein.

Sortimentsbild. Alle Weine nebeneinander in einer Aufnahme – für Preislisten, Übersichten und Händlerunterlagen.

Mood-Bild. Flasche mit Glas, Gedeck, Weingarten oder Keller. Das Bild, das Lust macht und auf der Startseite oder in Social Media funktioniert.

Detailbild. Etikett, Prägung, Kapsel im Anschnitt. Zeigt Qualität dort, wo sie sonst untergeht.

4. Denk an die Serie, nicht an die Flasche

Wenn zwölf Weine später nebeneinander im Shop stehen, fällt jede Abweichung auf: eine Flasche minimal größer, ein Etikett heller, ein Glanzlicht anders. Deshalb fotografiere ich Serien in einem fixen Aufbau, der über die gesamte Serie unverändert bleibt.

Praktische Folge für dich: Schick alle Weine einer Serie gemeinsam. Nachträglich einzeln ergänzte Flaschen sind machbar, aber aufwendiger – und im Zweifel nie ganz identisch.

5. Klär die Dateinamen vorher

Wenn du mir deine Artikelnummern oder Shop-Bezeichnungen mitschickst, bekommst du die Bilder gleich richtig benannt. Das klingt nach einer Kleinigkeit und spart beim Import in den Shop mehr Zeit als jeder andere Punkt auf dieser Liste.

Ähnliches Vorhaben?

Neuer Jahrgang, neue Serie oder endlich ordentliche Bilder für den Shop? Sag mir, was ansteht – ich schick dir vorab die passende Vorbereitungsliste.