Fallstudie · Eigenentwicklung, Prototypenbau bis Vermarktung
Herb.ERT ist der Beweis dafür, dass bei mir Entwicklung und Vermarktung keine getrennten Welten sind. Ursprünglich für Ringelblumen entwickelt, steht das Trocknungssystem heute in Spitzenküchen und bei Direktvermarktern – entwickelt, gebaut, gestaltet, fotografiert und vermarktet aus einer Hand.

Die Ausgangslage
Am Anfang stand ein sehr konkretes Problem: Ringelblumen sollten so getrocknet werden, dass Farbe, Aroma und Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Die üblichen Dörrgeräte konnten das nicht – sie arbeiten mit zu viel Hitze und zu wenig Kontrolle über den Luftstrom.
Was als Lösung für einen Einzelfall begann, stellte sich schnell als allgemeines Problem heraus. Wer Kräuter, Obst oder Gemüse in guter Qualität trocknen will, steht überall vor derselben Frage: schonend trocknen statt einfach dörren.
Die Aufgabe
Ein Gerät entwickeln, das Temperatur und Luftführung so kontrolliert, dass das Trockengut seine Eigenschaften behält – und das zugleich robust genug für den täglichen Einsatz in Küche und Betrieb ist.
Und danach der zweite, oft unterschätzte Teil: Aus einem funktionierenden Prototyp ein verkäufliches Produkt machen.
Was ich gemacht habe
Konstruktion, Prototypenbau, mechanische Bearbeitung und Steuerung entstanden im eigenen Haus, mit den kurzen Änderungsschleifen, die man nur hat, wenn Konstruktion und Fertigung im selben Raum stehen.
Über die Jahre sind mehrere Gerätevarianten entstanden. HerbERT COOK wurde von der Basis weg neu entwickelt, visualisiert und als Prototyp für die Serienfertigung gebaut.
Parallel dazu alles, was ein Produkt zum Produkt macht: Name und Markenauftritt, Beschriftungen, Food-Fotografie der Trockenergebnisse, Website, Messeauftritte – etwa der Messestand auf der Rolling Pin Convention, der gemeinsam mit dem OEM-Partner Stölner Gastro aus St. Pölten zuerst visualisiert und dann gebaut wurde.
Produktentwicklung. Konstruktion, Prototypenbau, mechanische Bearbeitung, Steuerung.
Serienreife & Varianten. Mehrere Gerätevarianten, darunter HerbERT COOK von Grund auf neu.
Marke & Design. Name, Auftritt, Beschriftungen, Verpackung.
Fotografie & Website. Food-Fotografie der Trockenergebnisse, Website, Vertriebsunterlagen.
Messeauftritt. Stand visualisiert und mit OEM-Partner gebaut.
Was heute damit getrocknet wird
Kräuter, Tees und Gemüse wie Kohlrabi, Karotten, Knoblauch, Gurken, Lauch, Rote Beete, Suppengrün, Pilze, Beeren, Fruchtmus, Keimlinge, Blüten, Nudeln und Teigwaren, Sauerkraut, Äpfel, Birnen, Orangen und Melonen.
In der Spitzengastronomie kommen Anwendungen dazu, an die bei der Entwicklung niemand gedacht hat: Pulvermischungen, Garnituren – bis hin zu getrocknetem Milchschaum. Zu den Anwendern zählen Köche wie Heinz Reitbauer vom Steirereck, Juan Amador und Jan Hartwig.
Für direktvermarktende Landwirte ist der Nutzen ein anderer: Aus der eigenen Ernte entstehen Premium-Trockenprodukte, und die Wertschöpfung bleibt im Betrieb, statt mit der unverarbeiteten Ware abzufließen.
Was geblieben ist
Ein Produkt, das seit vielen Jahren im Einsatz ist – und für mich der Grund, warum ich bei Entwicklungsprojekten mitreden kann, wenn es um mehr geht als um Konstruktion.
„Gleich beim ersten Messeauftritt haben wir zwei unserer Geräte nach Deutschland verkauft“, habe ich damals dem NÖ Werbechef Günther Hofer beim Betriebsbesuch erzählt. Das ist der Moment, in dem aus einer Idee ein Produkt wird.
Ähnliches Vorhaben?
Du hast eine Idee, die mehr als ein Prototyp werden soll? Genau diesen Weg bin ich mehrfach gegangen. Reden wir vertraulich darüber.