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Konstruktion und 3D Druck – Wasserführung

Fallstudie · Konstruktion & 3D-Druck

Eine Wasserführung, konstruiert, visualisiert und 3D-gedruckt. Ein Bauteil, das es fertig nicht gibt – und das gerade deshalb ein gutes Beispiel für additive Fertigung ist.

Konstruktion und 3D-Druck einer Wasserführung

Die Ausgangslage

Bauteile, die Flüssigkeit lenken, haben eine unangenehme Eigenschaft: Ihre Innenseite entscheidet über die Funktion, und genau die lässt sich mit klassischen Verfahren schwer herstellen. Kanäle, Umlenkungen und Querschnittsänderungen im Inneren sind weder fräsbar noch ohne teures Werkzeug gießbar.

Deshalb behilft man sich üblicherweise mit Schlauchverbindern und Winkeln – funktioniert, sieht aber aus wie improvisiert und hat an jeder Verbindung eine potenzielle Undichtigkeit.

Die Aufgabe

Ein einteiliges Bauteil, das die Wasserführung übernimmt, ohne Verschraubungen an Stellen, an denen später niemand mehr hinkommt.

Was ich gemacht habe

Zuerst Konstruktion und Visualisierung: Der Verlauf der Kanäle, Wandstärken, Anschlüsse und die Frage, wie das Teil im Bauraum liegt, damit es dicht wird.

Dann der Druck, gefolgt von Dichtheitsprüfung und Nacharbeit. Bei druckführenden Bauteilen entscheidet die Druckrichtung über Dichtheit und Festigkeit – das ist Konstruktionsarbeit, nicht Druckereinstellung.

Konstruktion. Einteilige Wasserführung, ausgelegt für den Druck.

3D-Visualisierung. Verlauf und Einbausituation vorab sichtbar.

Fertigung. Druck, Nachbearbeitung und Prüfung.

Was geblieben ist

Ein Bauteil, das ohne Werkzeugkosten entstanden ist und sich bei jeder Änderung innerhalb von Tagen anpassen lässt.

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