Fallstudie · Website, Screendesign, WordPress-Entwicklung
Eine Plattform für unabhängige Meinungsbildung lebt von ihren Texten. Die Website hatte deshalb genau eine Aufgabe: sich zurücknehmen und das Lesen leicht machen.

Die Ausgangslage
OffeneMeinung.at sammelt Beiträge zu Gesellschaft, Meinungsfreiheit, Politik und persönlichen Geschichten. Das sind keine Drei-Absatz-Texte, sondern Argumentationen, für die man sich Zeit nimmt.
Der Untertitel bringt den Anspruch auf den Punkt: unabhängige Meinungsbildung statt Meinungslenkung. Ein Auftritt mit Werbebannern, Popups und drei Newsletter-Overlays hätte diesem Anspruch widersprochen.
Die Aufgabe
Lesbarkeit zuerst. Dazu eine Ordnung, die es leicht macht, sich durch die Themen zu bewegen – ohne dass ein Beitrag von 2024 im Archiv verschwindet.
Und ein Redaktionssystem, mit dem mehrere Autorinnen und Autoren arbeiten können, ohne HTML zu lernen.
Was ich gemacht habe
Ein Screendesign, das bewusst an eine Zeitung erinnert: Serifentitel, klare Linien, ruhige Flächen, viel Weißraum. Die Artikelübersicht läuft mehrspaltig, mit Datum und Kategorie über dem Titel – so sieht man auf einen Blick, worum es geht und wie aktuell der Beitrag ist.
In der Seitenspalte stehen die Kategorien mit Anzahl der Beiträge, dazu verlinkte Berichte. Die Textspalte ist bewusst schmal gehalten, weil sich zu lange Zeilen schlecht lesen.
Technisch läuft die Seite auf WordPress mit eigenem Child-Theme – demselben Unterbau wie demokratie-bewegt.at. Was ich an einer Stelle verbessere, kommt beiden Seiten zugute.
Was geblieben ist
Eine Seite, auf der man tatsächlich liest statt scrollt. Die Redaktion legt Beiträge an, ordnet sie einer Kategorie zu – das Layout macht den Rest.
Ein Magazin, ein Blog, eine Plattform?
Wenn Texte im Mittelpunkt stehen, ist weniger Gestaltung oft die bessere Gestaltung. Reden wir darüber, was deine Inhalte brauchen.